Fischen im Ossiacher See

Der Ossiacher See ist bei Sportanglern sehr beliebt. Nach einer in den Jahren 1994 bis einschließlich 1997 durchgeführten fischereilichen Untersuchung wurden 21 Fischarten nachgewiesen, darunter beliebte Speisefische wie Hecht, Reinanke, Zander sowie See- und Regenbogenforelle (vollständige Liste des Fischbestandes, Kärntner Institut für Seenforschung).

Aber auch kapitale Karpfen und Welse werden im Ossiacher See gefangen, wenn auch der ursprünglich sehr gute Welsbestand zurückgegangen ist. Früher wurden auffallend große Exemplare von Welsen gefangen (etwa im Jahre 1946 ein Waller mit 65 kg und einer Länge von 230 cm).

Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es überdies keine Berufsfischerei mehr. Verschiedene Fischereivereine kümmern sich intensiv um den Fischbestand im See. Anfang 2000 wurde beim Ausfluß (Seebach in Landskron) ein ca. 5 ha großes Flachwasserbiotop errichtet, das als Laichgebiet und Lebensraum für Rotaugen, Rotfedern, Barschen, Lauben, Hechten und Welsen dienen sollte und sich positiv auf den gesamten Fischbestand des Ossiacher Sees ausgewirkt hat. Auch die Rückkehr der Edelkrebse, die eine wichtige Futterquelle vor allem für Welse zu sein scheinen, wirkt sich positiv auf den Fischbestand aus. Den besten Fangerfolg hat man in den Monaten Mai und Juni sowie im September und Oktober. Im Hochsommer läßt die Aktivität der Fische, zumindest was das Bissverhalten betrifft, aus vielerlei Gründen nach (Bootsverkehr, Badegäste, Wassertemperatur, etc.).

Fischerkarten

Um an eine Fischerlizenz (Fischerkarte) am Ossiacher See zu kommen, muss man zuerst wissen, wo man angeln will, denn der See ist in eine Vielzahl von Revieren aufgeteilt. Insgesamt sind es 36, die von Vereinen und Privatpersonen bewirtschaftet werden. Am einfachsten zum Angeln kommt man in den Revieren der Villacher Fischervereine, die Fischerkarten (ab € 17,-/Tag) für mehr als 15 Reviere am Ossiacher See ausgeben:

Villacher Fischerverein Äsche
Sport- und Zuchtfischereiverein Villach

Zu beachten gilt es auch gesetzliche Schonzeiten und Mindestfangmasse, die auf der Website des Kärntner Institutes für Seenforschung nachzulesen sind.